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Was ist Sodbrennen?

In Deutschland sind rund 30% der Bevölkerung regelmäßig oder gelegentlich von Sodbrennen betroffen.

Der Begriff Sodbrennen umschreibt eine Übersäuerung des Magens und die damit verbundenen Beschwerden im Magenbereich. Diese sind auf verschiedenste Ursachen zurückzuführen. Ein unangenehmes Brennen entsteht meist in der oberen Region des Magens, welches sich bis in die Speiseröhre ausbreiten kann. Dabei kann das Brennen von Magendrücken bis hin zu starken Magenbeschwerden begleitet werden.

Normalerweise ist der Magen durch die Magenschleimhaut vor der aggressiven Säure geschützt. Ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre wird außerdem durch einen Schließmuskel, den Ösophagussphinkter, verhindert. Ein Überschuss an Magensäure oder ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt können jedoch den Magen und die Speiseröhre reizen und somit zu Sodbrennen führen. Ursachen sind unter anderem übermäßiger Genuss von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln, alkoholischen Getränken, sowie häufiger Stress oder die Einnahme von nicht verdaulichen Medikamenten.

Oft klagen Betroffene nicht nur über Sodbrennen, sondern es kommt zusätzlich zum Reflux. Der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie Rückfluss. Dabei steigt die übersäuerte Magensäure in den Bereich der Speiseröhre und sorgt dort für Reizungen, die oft einen brennenden Schmerz in Nähe des Brustbeines auslösen.




Sodbrennen erklärt von einer Fachfrau

Dr. med. Petra Bracht erklärt in diesem Video, worum es sich bei Sodbrennen handelt und wie es zu den Symptomen kommt. Sie spricht ebenfalls über die Behandlung mit einfachen Hausmitteln.

Symptome von Sodbrennen

Sodbrennen äußert sich durch ein Brennen im Magen, das sich bis in die Speiseröhre hinauf erstrecken kann.

Sodbrennen ist im Grunde genommen bereits selbst ein Symptom und Folge eines unausgeglichenen Säure-Basen-Haushaltes. Krankheiten wie die Refluxösophagitis äußern sich in dem unangenehmen Brennen. Die Magensäure, die eine wichtige Rolle in der Verdauung spielt, greift beim Sodbrennen die Magenschleimhaut an, die wiederum den Magen schützt. Eine Entzündung kann in schlimmen Fällen die Folge sein. Die Magenschleimhaut kann in einem solchen Fall nicht mehr genügend Schutz bieten und die Säure greift den Magen an.

Erste Folgen sind ein Magendrücken und saures Aufstoßen. In vielen Fällen bleibt es aber nicht nur beim leichten Magendrücken, sondern Betroffene leiden ebenfalls unter starken Schmerzen im oberen Magenbereich. Bei manchen Betroffenen kommt es zu einem zusätzlichen Symptom, dem so genannten „Reflux“. Die Magensäure steigt aus dem Magen in die Speiseröhre und löst dort Reizungen aus, was meist mit einem schmerzenden Brennen in der Speiseröhre verbunden ist. 

Auslöser von Sodbrennen

Schnelles Essen, scharfe Speisen und fett- und zuckerreiche Mahlzeiten sind die häufigsten Auslöser von Sodbrennen. Aber auch viele Medikamente begünstigen die Entstehung. In der folgenden Übersicht erhalten Sie detaillierte Informationen über die Auslöser von Sodbrennen.

» Sodbrennen durch fettiges Essen

Das regelmäßige Verspeisen von fettigen und zuckerreichen Mahlzeiten kann zur Entstehung von Sodbrennen beitragen.

» Sodbrennen durch Alkohol

Ein Häufiger Grund für Sodbrennen ist der Genuss von Alkoholischen Getränken. Nicht nur hochprozentiger Alkohol begünstigt Sodbrennen, bereits ein Glas Wein oder Bier kann ausreichen.

» Sodbrennen durch Stress

Stress kann im wahrsten Sinne auf den Magen schlagen. Die dauerhafte Belastung durch Stress kann zu einer Entstehung von Sodbrennen beitragen.

» Sodbrennen durch Medikamente

Die Einnahme von einigen Medikamenten kann die Entstehung von Sodbrennen begünstigen.

» Sodbrennen in der Schwangerschaft

Viele Frauen sind während der Schwangerschaft von Sodbrennen betroffen, in der Regel verschwinden die Symptome nach der Schwangerschaft wieder.




Refluxkrankheit

Symptome der Refluxkrankheit

Die Refluxkrankheit – auch Refluxösophagitis – äußert sich durch klassische Symptome wie saurem Aufstoßen und Sodbrennen. Aber auch Übelkeit, Blähungen und Erbrechen sowie Halsschmerzen und Hustenreiz können durch die Krankheit ausgelöst werden.

Formen der Refluxkrankheit

Die Refluxösophagitis kann in zwei Formen unterschieden werden: die erosive und die nicht erosive Refluxkrankheit.

Bei einer erosiven Refluxkrankheit wirkt die Magensäure sich so stark auf die Speiseröhre aus, dass dort eine Entzündung verursacht wird. Sobald eine Speiseröhrenentzündung vorliegt, wird die Krankheit als erosiv eingestuft.

Die nicht erosive Refluxkrankheit ist weiter verbreitet. Bei dieser Ausprägung der Refluxösophagitis liegt keine Speiseröhrenentzündung vor.

Barrett-Ösphagus

Wird die Refluxkrankheit nicht rechtzeitig behandelt, kann eine Säureeinwirkung über Jahre hinweg auch zu einem „Barrett-Ösophagus“ führen, der als Vorstufe für Speiseröhrenkrebs gilt. Hierbei führt die Säureeinwirkung zu einer Veränderung der Schleimhaut der Speiseröhre.